EZB-Chef Jean-Claude Trichet wird im kommenden Jahr aus dem Amt scheiden. Allgemein bekannt ist, dass Axel Weber ihn gern beerben möchte. Frankreichs Staatschef Nicolas Sarcozy steht wohl „gefühlt“ eher auf der Seite von Sarrazin und wird das Verhalten von Axel Weber wohl kaum gebilligt haben.

Wohl auch deshalb bekommt Bundesbankchef Axel Weber bekommt im Rennen um die Nachfolge von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet keine Unterstützung aus Frankreich. Vor einem Treffen mit dem ebenfalls als Kandidaten für die Position an der EZB-Spitze gehandelten italienischen Notenbankchef Mario Draghi ließ Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy mitteilen, das Rennen habe aus seiner Sicht noch gar nicht begonnen. Deutlicher kann sich Weber keine Abfuhr abholen.

Die italienische Zeitung “Corriere della Sera” hatte berichtet, die Nachfolge Trichets stehe bei dem Treffen in Paris auf der Tagesordnung. Doch laut Sarkozys Amt dient das Gespräch jedoch nur der Vorbereitung des G20-Gipfels im November in Seoul.

Draghi bereitet als Chef des Finanzstabilitätsrats im Auftrag der 20 größten Industrie- und Schwellenländer Vorschläge für umfassende Reformen des Finanzsystems vor. Frankreich übernimmt unmittelbar nach dem für den 11. und 12. November terminierten Gipfeltreffen den Vorsitz der G20.

Warum sollte Sarkozy nach der Sarrazin-Bundesbank-Affäre für Weber sein?

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