Das Verhältnis zwischen den Banken und ihren Kunden hat sich nachhaltig geändert. Nicht erst seit der Finanzkrise haben viele Bankkunden sogar gänzlich das Vertrauen in die Vertreter der Banken verloren. Zu negativ waren letztlich die Erfahrungen, die viele Anleger mit der Beratung zur Geldanlage gemacht haben. Offenbar standen oft die Provisionen für die Bankberater oder die Unternehmensgewinne mehr im Fokus als die berechtigten Interessen der Kunden.



An dieser Wahrnehmung hat sich auch weiterhin nicht viel geändert. Im Rahmen des Wettbewerbs „Deutschlands kundenorientierteste Dienstleister“ wurde dies mal wieder allzu offenkundig. Statt aber allgemein die Beratung zu Gesamtproduktpalette der Banken zu untersuchen, wurde das Beratungsgespräch anlässlich von Kreditbedarf der Kunden streng unter die Lupe genommen. Insbesondere wurde das „Niveau der Kreditberatung“ betrachtet, inwieweit es sich im Vergleich der Zeit vor der Finanzkrise zur heutigen Situation verändert haben könnte. Immerhin 61 Prozent der Befragten sehen keine spürbare Besserung der Beratungsqualität bei Kreditanfragen.

Besonders aufgefallen war den Befragten, dass Berater im Kundengespräch die gewünschte Aufmerksamkeit vermissen ließen. Immerhin 65 Prozent unter ihnen sind der Ansicht, dass sie nicht so gut betreut werden, wie es im Rahmen der Kreditberatung eigentlich erforderlich wäre. Auch hier gibt es keinen wirklichen Unterschied zur Vorkrisen-Zeit. Problematisiert wurde auch das Verhalten der Banken, wenn es darum ging, potentielle Kreditnehmer auf die bestehenden Risiken bei der Kreditaufnahme hinzuweisen. 62 Prozent der Befragten meinen, hier sollten die Berater ihrer Informationspflicht, insbesondere vor dem Hintergrund der Erfahrungen aus der Krise, deutlich mehr Wert auf Qualität legen. Immerhin 82 Prozent der Befragten sind nach wie vor sehr verunsichert, ob die Krise wirklich überstandenen ist.

Kunden sehen Banken heute deutlich kritischer

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