Gerüchte um eine möglicherweise bevorstehende Bank-Pleite in Japan  halten sich zu Beginn der neue Woche hartnäckig. Das japanischen Geldhaus „Takefuji“ stehe kurz der Insolvenz und könnte eine neue Pleitewelle auslösen, die vermutlich nicht nur Japan hart treffen würde.

Das japanische Kreditinstitut Takefuji hat aber Berichte zurückgewiesen, in denen von einem angeblich bevorstehenden Insolvenzantrag die Rede sei. Zuvor hatten die Wirtschaftszeitung „Nikkei“ sowie weitere Medien ohne Angaben von Quellen berichtet, das Geldhaus stelle sich auf einen Konkurs ein. Es könne Verbindlichkeiten in Höhe von umgerechnet knapp vier Milliarden Euro, der verschärften internationalen Regulierung und Zinsforderungen nicht mehr erfüllen.

Takefuji habe zuletzt aufgrund gesetzlicher Bestimmungen seine Zinssätze senken müssen und überhöhte Einnahmen der Vergangenheit an Kunden zurückgezahlt. Analysten hatten bereits vor einem Bankrott des Instituts gewarnt, da es keine große Bank als Unterstützung im Rücken hat.

Japans Bankensektor reagierten mit zum Teil herben Abschlägen auf die Berichte um eine möglicherweise bevorstehende Takefuji-Pleite. Acom-Aktien gaben mehr als acht Prozent nach, Promise-Anteilsscheine verloren mehr als zehn Prozent, während Aiful-Papiere sogar mehr als 20 Prozent fielen. Die Aktien von Takefuji waren vorübergehend vom Handel ausgesetzt.

Japans Finanzinstitute, die sich hauptsächlich auf die Vergabe von Krediten für Verbraucher und kleine Unternehmen konzentrieren, kämpfen mehr als zwei Jahre nach dem Zusammenbruch der US-Bank Lehman Brothers immer noch ums Überleben. Schlechte Wirtschaftsaussichten und schärfere Vorgaben von Aufsichtsbehörden treffen die Häuser hart. Erst Anfang September musste die „Incubator Bank of Japan“ Gläubigerschutz anmelden. Sie war auf Kredite für Kleinunternehmen spezialisiert. Dies war vorerst die erste Bankenpleite seit 2003 in Japan.

Insolvenz-Gerüchte im japanischen Bankensektor

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