Trotz üppig sprudelnder Gewinne will sich die Deutsche Bank frisches Kapital in Milliardenhöhe besorgen. Ist dies eine Reaktion auf die “Basel III”-Reformen? Die Deutsche Bank hat bislang die Auffassung vertreten, nur im Falle einer Akquisition ihr Kapital erhöhen zu wollen. Das Frankfurter Geld-Institut hat offenbar die Option, ihren Anteil an der Deutschen Postbank aufzustocken.

Gerüchte, dass die Deutsche Bank bald schon die Postbank sich ganz einverleiben könnte und dafür eine Kapitalerhöhung bräuchte, machen schon länger die Runde. Die Postbank-Aktie stieg, nachdem Postbank-Chef Stefan Jütte die Deutsche Bank als den „wahrscheinlichsten Übernehmer” bezeichnete. Er wisse allerdings nicht, wie, wann und ob der Branchenprimus die Postbank letztlich kaufe. Die Aktien der Postbank gingen daraufhin mit einem Plus von 4,7 Prozent als einer der größten Gewinner im MDax aus dem Handel.

Viele Anleger spekulieren nicht erst seit gestern, dass die Deutsche Bank die Postbank bald komplett schlucken könnte. Das Frankfurter Geld-Institut hält bereits jetzt knapp 30 Prozent und will sich Experten zufolge über kurz oder lang vollständigen Zugriff auf deren 14 Millionen Privatkunden sichern. Die Deutsche Bank erhält zusätzlich im Februar 2012 über eine Umtauschanleihe weitere 27,4 Prozent von der Deutschen Post, dem anderen Großaktionär der Postbank.

Deutsche Bank will durch Kapitalerhöhung zusätzliche Milliarden

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