Josef Ackermann, Chef der Deutschen Bank, hat vor nationalen Alleingängen bei der Regulierung der Finanzmärkte gewarnt. Andernfalls drohe der Finanzplatz Deutschland im internationalen Wettbewerb weiter zurückzufallen. „Es ist wichtig, dass wir global abstimmen und nicht zeigen, wir sind hier noch ein bisschen besser“, sagte Ackermann.

„Wir haben einen Bankenplatz, der im internationalen Rahmen nicht Weltklasse ist“, so Ackermann. Die Deutsche Bank als deutsche „Nummer 1“ finde sich weltweit gesehen als einzige deutsche Bank unter den Top 100 auf Platz 30 der Finanzkonzerne wieder.

Ackermann warnte davor, die Schrauben für Kreditinstitute zu stark anzuziehen. „Wir müssen nicht den Musterknaben spielen. Das würde dazu führen, dass wir irgendwann zu Maßnahmen greifen müssen, die nicht gut sind – auch für die reale Wirtschaft.“  Zunächst gehe es darum, die jüngst vereinbarten schärferen Eigenkapitalregeln (Basel III) umzusetzen. „Das ist für manche schon schwer genug.“

Nach Ansicht Ackermanns muss als Lehre aus der Krise auch eine Möglichkeit zur Insolvenz von Banken geschaffen werden. „Es darf nicht sein, dass Banken, die zu scheitern drohen, alle schlechten Dinge weggeben können und dann mit einer ganz reinen Bilanz in den Wettbewerb zurückkehren können, das ist nicht Marktwirtschaft.“

Ackermann warnt vor Alleingängen bei Regulierung der Finanzmärkte

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